GEMEINDE

Die Gemeinde Umkirch mit ihren rund 5.200 Einwohnern liegt zwischen Tuniberg und Freiburg im Breisgau, ungefähr acht Kilometer von der Stadt entfernt.

Bis Mitte der 50er Jahre war die Gemeinde rein landwirtschaftlich geprägt, ein Großteil der landwirtschaftlichen Nutzflächen war im Besitz des Fürsten von Hohenzollern. Dieser hat noch heute ein Schloss aus dem 18. Jahrhundert mit einem großen Park auf der Umkircher Gemarkung, das der heutige Erbprinz auch immer wieder bewohnt. Ein weiteres ehemaliges Hohernzollerisches Schloss im englischen Landhausstil und der wiederhergestellte wunderschöne Park, der Queen-Auguste-Victoria-Park, befinden sich heute in Privatbesitz. Ein drittes Schloss, das ehemalige Beroldinger Haus, beherbergt heute das Rathaus der Gemeinde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wandelte sich Umkirch allmählich von dem rein landwirtschaftlich geprägten Dorf zu einer Gemeinde, die immer mehr in das Einzugsgebiet der Stadt Freiburg geriet. Einer Eingemeindung widersetzten sich die Umkircher 1974 aber erfolgreich. Der älteste Gemarkungsteil, der Mundenhof, ging nach einer Volksabstimmung 1977 an die Stadt. Im Wege eines Gemarkungsflächentauschs erhielt die Gemeinde Umkirch dafür  den „Forellenhof“. Mitte der 50er Jahre siedelten sich die ersten Gewerbebetriebe an, 1959/ 60 erstellte der Gemeinderat den Flächennutzungsplan, der die Entstehung der heutigen Gewerbegebiete „Am Gansacker“ und „Stöckmatten“ im Norden Umkirchs begründete.

Prägend wurde für den Ort lange Jahre der stetig anschwellende Durchgangsverkehr in Richtung Tuniberg, Kaiserstuhl und Breisach. Die Bürgerinitiative „Pro B 31 West“ kämpfte lange Jahre für eine Umgehungsstraße, die schließlich am 20. Dezember 2007 eingeweiht werden konnte. Das Verkehrsaufkommen in der Hauptstraße nahm beträchtlich ab und die vom Gemeinderat eingeleiteten innerörtlichen Sanierungsmaßnahmen nehmen seitdem immer offenkundiger Gestalt an.

Schon 2005 war der erste Baustein des neuen, alten Umkircher Ortskerns eingeweiht worden: Die Gemeinde hatte Schloss Büningen zum neuen Rathaus von Umkirch umgebaut, wobei sie Gelder aus dem Landessanierungsprogramm in Anspruch nahm. Der Platz zwischen Rathaus und katholischer Kirche sollte wieder zum lebendigen Ortsmittelpunkt werden. Die Scheunen des ehemaligen Gutshofes am Rande des wunderschönen Gutshofplatzes wurden ebenfalls saniert und  beherbergen nun Ladengeschäfte, eine Arztpraxis und die „Lokalität Gutshof“. Nächster Baustein der Ortskernsanierung wird die Umgestaltung und Pflasterung des Platzes selbst, sowie der Kreuzung und des Straßenbereichs in unmittelbarer Umgebung sein.  

Rund 40 Vereine und die Kirchengemeinden prägen in Umkirch das kulturelle und gemeinschaftliche Leben. Ein Teil  der von den Vereinen organisierten Veranstaltungen findet traditionell auf dem Gutshofplatz statt, so die Fasnetseröffnung und die Kinderfasnet, das große Sommerereignis „Der Gutshof bebt“, der Weihnachts- und der Brettlemarkt. 

Mit zwei Kindergärten, einer Grund- und Hauptschule, einem Schwimmbad, Sportplätzen, einer Bücherei, guten Einkaufsmöglichkeiten und einem schönen Naherholungsgebiet fühlen sich die Umkircher und Umkircherinnen in ihrer Gemeinde wohl. Damit das so bleibt, werden sowohl die Jugend- als auch die Seniorenarbeit in Umkirch groß geschrieben.